Insolvenz und Lohn

Achtung bei Lohnansprüchen im Insolvenzfall
Lohnforderung
Insolvenz und Lohn

Immer wieder ist festzustellen, dass vor lauter Gutmütigkeit Lohnansprüche verfallen.

Wichtig ist, dass niemals mehr als 3 Monate offen gelassen werden, da Insolvenzgeld nur die letzten 3 Monate ab Insolvenzeröffnung abdeckt.











Sind weitere Ansprüche gegeben, kann man zwar diese weitergehenden Forderungen beim Insolvenzverwalter zur Masse anmelden.

Meistens kommt aber keine befriedigende Quote heraus, so dass die Anmeldung von Forderungen über das Insolvenzgeld hinaus regelmäßig ins Leere geht.

Wichtig: die Nichtzahlung von Lohn über einen längern Zeitpunkt hinweg, stellt auch ein Grund für eine außerordentliche Eigenkündigung dar, ohne dass die Agentur für Arbeit eine Sperrfrist verhängen kann. Und: Im Zwangsvollstreckungsverfahren gilt im Zweifel: Wer zuerst kommt, "malt" zuerst. Warten Sie also bitte nicht zu lange, wenn Sie offene Forderungen gegen den Arbeitgeber haben.



Autoreninformation:

RA Michael Borth
Rechtsanwalt seit 1988, gebürtiger Hamburger, Autor des Ratgebers "Nein Chef".

Adresse: RA Michael Borth, Magdeburger Allee 4, 99086 Erfurt
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