Verjährungsgefahr bei Forderungen

Verschenken Sie kein Geld, in dem Sie offene Forderungen liegen lassen.
Forderungseinzug
Meist pünktlich zum Jahresende kommt die Verjährungsfrage. Bei jedem Forderungsinhaber besteht die Gefahr, dass seine Ansprüche verjähren! Haben Sie alte Rechnungen, die noch nicht bezahlt sind dann müssen Sie hierauf achten!
Leider gibt es noch die Fehlvorstellung, dass man durch Absenden von Mahnungen die Verjährung unterbricht.

Das ist falsch!

Die kurze Verjährung: 3 Jahre § 195 BGB kann jeden treffen. Danach beträgt die regelmäßige Verjährungsfrist nur noch 3 Jahre und beginnt am Ende des Jahres, in welchem der Anspruch entstanden ist. (§ 199 BGB)

Ist diese Frist abgelaufen, so besteht die Gefahr, dass Ihr Anspruch nicht mehr durchgesetzt werden kann. Und es kommt noch schlimmer: Manchmal wird eingewandt, die Forderung sei verwirkt. Dieser Einwand kann greifen, wenn für den Schuldner der Eindruck entstehen konnte, man die Forderung nicht mehr bezahlen müsse.

Alle Ansprüche auf Verjährungsproblematik prüfen (lassen)!
Vom Schuldner unterschreiben lassen, dass er auf die Verjährungseinrede verzichtet.
Notfalls beantragen Sie selbst einen gerichtlichen Mahnbescheid. Wenn Ihr Anwalt dies tut, muss die Gegenseite auch die Kosten des Anwalts tragen. (Verzugsschaden)

Autoreninformation:

RA Michael Borth
Rechtsanwalt seit 1988, gebürtiger Hamburger, Autor des Ratgebers "Nein Chef".

Adresse: RA Michael Borth, Magdeburger Allee 4, 99086 Erfurt
Tel: 0361 64433115
E-Mail: ra.borth@recht-nah.de
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